Pilgerangebote im Dekanat

Samstagspilgern im Dekanat Rottenburg

Herzliche Einladung zum Samstagspilgern im Dekanat mit unserem Dekanatspilgerbeauftragten Rolf Seeger.

Nachfolgend finden Sie den aktuellen Flyer sowie den Link zu unseren Terminen:

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Pilgerbegleitung für die Gemeinden im Dekanat Rottenburg: Die neu gestalteten Kreuz-Weg-Stationen zur Altstadtkapelle Rottenburg

NEU(es) SEHEN - Die neu gestalteten Kreuz-Weg-Stationen zur Altstadtkapelle Rottenburg

„Eine Spur des Göttlichen oder auch eine gegenwartsbetonte Sichtweise der Kreuzwegstationen“, so formuliert die Rottenburger Post (6.4.23) die Votivtafeln des Künstlers Uli Gsell, für dessen Entwürfe sich die Jury entschieden hat. Die ungeheure Geschichte der Passion Jesu wird in neuer Sichtweise präsentiert. Mitdenken, nachdenken, meditieren im Gehen und innehalten wird jedoch abverlangt, um zu erkennen, was Jesus um unseres Heiles willen erleidet.

Wegbeschreibung:  Rottenburg, Start bei der St. Moriz-Kirche. Wir laufen westwärts auf dem Wanderweg dem Neckar entlang bis zum Preußischen. Dann folgen wir dem Wegweiser: Kreuzweg und Martinusweg. Auf dem Fußweg nach etwa 50 m kommt ein Hinweis und die 1. Station. Auf Serpentinen führt der Weg an den 14 Stationen vorbei zur Altstadtkapelle.

Mit Impulsen und Gedankenaustausch lässt sich 2 ½ Stunden pilgern. Teilweise steile Wegstrecken (Vorsicht bei Nässe) Wanderschuhe erforderlich. Für Rollator nicht geeignet.

Rückweg in die Stadt: auf dem Kreuzweg zurück oder auf dem Radweg von der Altstadtkapelle über das Kreuzerfeld an Schulen vorbei  hinunter in die Stadt  zur Morizkirche. Alternativ der Wanderweg auf den Wegzeichen Neckartalweg bei den Stufen unterhalb der Kapelle rechts zum Kreuzerfeld.

Die Altstadtkapelle eignet sich für einen geistlichen Abschluss. Der Schlüssel ist im Pfarrbüro St. Moriz bzw. bei Rolf Seeger, Pilgerbeauftragter im Dekanat Rottenburg erhältlich.

Informationen, Anregungen, Tipps, Texte oder Begleitung von Gruppen auf dem Kreuzweg:
Rolf Seeger, Dekanatspilgerbeauftragter
Tel: 0174/3328192, E-Mail: rdseeger@web.de

Bericht zum Pilgertag am 9. Mai 2024

Für den Frieden gepilgert

Am Donnerstag, 9. Mai pilgerte Rolf Seeger (Dekanats-
pilgerbeauftragter) mit einer Gruppe von Oberndorf zur Tannenrainkapelle, über den Märchensee nach Wendelsheim und weiter zur Sülchenkirche nach Rottenburg

Frieden braucht Leitbilder, die Mut machen. Eine Pilgergruppe begab sich auf dem Martinusweg von Oberndorf über Wendelsheim zur Sülchenkirche auf Spurensuche nach Vorbilder für friedensbildende Begebenheiten.

Das Wegkreuz vor der Kirche in Oberndorf zeigt den gekreuzigten Jesus mit weit geöffneten Augen, die zum Himmel gerichtet sind. Sein Blick gilt aber auch den Menschen um ihn herum, so, als wenn er ihnen etwas sagen will. Damals, als einer der mit ihm Gekreuzigten im letzten Augenblick sich zu ihm bekannte, versprach ihm Jesus: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein."( Lk 23,43) Für Umkehr und Versöhnung ist es nie zu spät. Es braucht Mut, um aufeinander zu zugehen.

Die Tannenrainkapelle droben im Wald gibt Zeugnis von mutigen Frauen in Oberndorf am Ende des Krieges. Um das Gelübde zu verwirklichen, eine Friedenskapelle zu bauen, schafften die Frauen, deren Männer noch nicht aus dem Krieg zurück waren, meist samstags die Bausteine und das Material in Rucksäcken hinauf zum Bauplatz, um die Mauern zu errichten. Mahlzeiten brachten die Kinder in Körben nach oben. Zum Feierabend beteten sie um Frieden und Versöhnung.

Frieden mit der Schöpfung ist erreichbar, wenn Menschen mit all ihren Sinnen den Wald wahrnehmen: Das Moos, die Gräser, die Rinde der Bäume berührend, den Vögeln lauschend, den Duft riechend und den Himmel über sich, die Stille und das Säuseln des Windes. Dank sei dem Schöpfer für unsere Sinne, mit denen die Menschen seine sinnvolle Schöpfung bestaunen können.

Eine Tiergeschichte am Märchensee zeigte die Verschiedenheit der Geschöpfe auf, die ganz individuell Möglichkeiten und Grenzen ihrer Lebensmöglichkeiten verdeutlichten. Wenn auch unter den Menschen dies gegenseitig mehr und bewusster respektiert würde, ließe sich der Frieden doch leichter erhalten.

Starkes Symbol für Frieden in Europa ist auch die Europafahne, deren Ursprung und deren heraldische, insbesondere christliche Bedeutung, in der Sülchenkirche erläutert wurde. Diese Flagge ist eine Friedensfahne. Wer ihre christliche Symbolik zu deuten weiß, erkennt wie unverzichtbar Prinzipien wie Gerechtigkeit und Frieden, Demokratie und Menschenrechte sind. Werte können von Menschen erkannt, geschätzt und gelebt werden, müssen aber auch von Gott erbeten werden, wenn wir sie denn als Geschenk Gottes verstehen, vorgelebt von Maria der Mutter Jesu oder von Martin von Tours, die Patrone Europas. Das Friedensgebet der UN, Gebete um eine gute Wahl zum Europaparlament und um den Frieden in der Welt und dem Segen setzten aktuell Akzente.

In der Stadt konnte bei Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen der Pilgertag ausklingen.

Bericht: Rolf Seeger